Spannungsarmglühen
bei DEBUS

Zusätzlich zu den Eigenspannungen des Materials entwickelt jedes Werkstück bei mechanischen Beanspruchungen (Grobbearbeitung), wie Zerspanungs- oder Schneidevorgängen, Gießen, Schweißen, Schmieden, Hobeln, Drehen, Fräsen oder Kaltumformen thermische Spannungen. Das Problem: Thermische Spannungen beeinflussen die Festigkeit des Materials und können Risse oder Brüche verursachen. Das Wärmebehandlungsverfahren bei DEBUS reduziert die Eigenspannungen und ermöglicht die spätere Weiterverarbeitung (Feinbearbeitung) verzugsarm, ohne unerwünschte Formänderungen.

Was ist Spannungsarmglühen?

Mit der Wärmebehandlung Spannungsarmglühen minimieren wir die innere Spannung Ihrer Werkstücke und Werkstoffe. Das Spannungsarmglühen ist ein Glühverfahren und für metallische Werkstoffe, wie (Edel-) Stahl, Aluminium, Kupfer oder Eisen unumgehbar.

Qualität ist kein Zufall

  • 25 Jahre Erfahrung
  • Sieben Glühöfen, zwei Elektroöfen – auf bis zu 1050 Grad erhitzbar
  • Testglühen nach vorheriger Absprache möglich
  • Digitale Ofenprogrammierung
  • Permanente, fälschungssichere Dokumentation in Echtzeit
  • Temperaturmessung im Ofen und in der Charge
  • Qualitätsversprechen durch Glühbescheinigung
  • Direkt an der HTS/Stadtautobahn B54

Vor dem Glüh­prozess

Bevor Ihr Bauteil in unseren Glühofen kommt, gilt es die Beschaffenheit, Materialstärke und den Spannungswert zu bestimmen. Genaue Anforderungen Ihrer komplexen Bauteile werden präzise eingehalten. Die Bestimmungen sind ausschlaggebend für die Dauer des gesamten Prozesses. Auch für eine Beratung zu anspruchsvollen Werkstücken steht Ihnen das DEBUS-Team zur Seite.

Der Prozess des Spannungs­arm­glühens

01
Anwärmen: In der ersten Phase wird das Material in unserem Glühofen erwärmt. Dieser Prozess wird auch „Aufwärmen“ oder „Anwärmen“ genannt. Das Werkstück wird gleichmäßig und langsam auf die Haltetemperatur erwärmt. Diese liegt für allgemeine Baustähle bei 520 - 620 °C.
02
Haltezeit: In der zweiten Phase wird die erzielte Temperatur konstant gehalten. Die Haltetemperatur sorgt bei dem Spannungsarmglühen für eine Absenkung der Streckgrenze unter den Betrag der vorliegenden inneren Spannungen. Der Spannungsabbau erfolgt durch die dabei im Gefüge ablaufenden Fließ- und Kriechvorgänge. Überschlägig lässt sich die Haltezeit bei Glühtemperatur mit ca. 1 - 2 Minuten je Millimeter der maximalen Wanddicke festlegen.
03
Abkühlen im Ofen: Die dritte Phase ist das Abkühlen. Noch im Ofen wird das Werkstück langsam auf die Umgebungstemperatur zurückgebracht. Ein wichtiger Schritt, welcher entscheidend für den Prozesserfolg ist.

Mit dem Ende des Prozesses ist Ihr Werkstück perfekt für die Weiterverarbeitung behandelt. Dank permanenter Dokumentation aller Phasen und der Glühbescheinigung ist die Qualität nachhaltig gesichert. Danach kann das Werkstück weiterverarbeitet werden und ist beim Polieren oder Schleifen, allen Feinbearbeitungen sowie bei der ordnungsgemäßen Benutzung vor Brüchen und Rissen durch die gestärkte Festigkeit optimal geschützt.

Ziel des Spannungs­arm­glühens

Ziel des Spannungsarmglühens ist es, die Lebensdauer des Materials zu erhöhen, sowie Stabilität und Genauigkeit zu garantieren und die Rissempfindlichkeit einzudämmen. Beim Spannungsarmglühen werden Spannungen ohne großartige Veränderungen des Werkstoffs stark reduziert. Vollständige Entfernung der Spannungen ist nicht möglich, jedoch können nachweislich über 90 Prozent beseitigt werden. Auch Gesamtverbindungen, welche zum Beispiel durch Schweißnähte entstehen, werden durch den Prozess gestärkt.

Kontakt

Lassen Sie uns über Ihr individuelles Projekt sprechen!
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Stefan Sabrowske

Betriebsleiter